Zwischenraum

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Zwischenraum von Jongbin Park

Single channel video installation, color, loop; ca. 60 min (Abschlusskolloquim in n.b.k.)

Der Videoessay “Zwischenraum” behandelt ständig wiederholte Zweifel und Fragen an Identität als Person, die in den Zwischenraum geworfen wurde. 

Wir können alle im Zwischenraum stehen. Beispielsweise stehe ich zwischen Leben und Tod, zwischen Realität und Traum, zwischen Korea und Deutschland und zwischen Verständnis und Missverständnis usw. Darin können wir zwei Möglichkeiten haben: zur Wand zu gehen, oder eine andere ist, den Zwischenraum entlang zu gehen. Aber ich zweifle daran, dass dieser Zwischenraum wie ein Labyrinth sein könnte, weil ich plötzlich bemerkte, dass ich vor der Wand stehe, obwohl ich offensichtlich den Zwischenraum entlang ging. Und jedes Mal, wenn man auf die Wand trifft, erscheinen viele Fragen vor der Wand. 

Als Ausländer, mein unerfahrenes Verhalten und meine Reaktionen, insbesondere bei kulturellen und sprachlichen Unterschieden, führen manchmal zu Scham, Ärger und Angst. Diese Gefühle impliziert einen ausstehenden Zustand, mit dem ich mich noch nicht befasst habe, und ich wiederhole den Vorgang der Suche nach den Antworten auf Fragen und Zweifeln über diesen Zustand.

Im Zen-Buddhismus gibt es eine einzigartige Art und Weise, kōan zu üben. 

Laut Wikipedia bedeutet es : ’A kōan (公案) is a story, dialogue, question, or statement which is used in Zen practice to provoke the “great doubt” and to practice or test a student’s progress in Zen.’ (Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Kōan). Mit anderen Worten, es ist eine Frage des tiefen Zweifels und eine Antwort darauf. 

Durch Kõan möchte ich mich mit der Identität einer Stadt und eines Individuums und ihrer Beziehung befassen. Dafür habe ich mir viele Fragen gestellt und die Antwort aus dem Text von Boris Groys “Die Stadt auf Durchreise” zusammengestellt. 

Die Stadt und ihre Einwanderer zerlegen weiterhin ihre Originale, bauen neue auf und wiederholen diesen Prozess im Laufe der Zeit. Dieser Prozess sieht aus wie eine Baustelle. Aber ihre Beziehung endet vor jeder Wand, die nicht passiert werden kann. Wir vor der Wand können sich nur durch Eindrücke und fragmentarische Erfahrungen und sogar Vorurteile gegeneinander vorstellen, wie die andere Seite ist.

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